Kinder- und Jugendräume am Hermannplatz (Drucksache 2145/XXI)
In der Nähe des Hermannplatzes entstehen zwei neue Unterkünfte für Geflüchtete – allein in der Einrichtung an der Hasenheide werden über 100 Kinder und Jugendliche erwartet. Der in der BVV beschlossene, grüne Antrag setzt sich dafür ein, dass im ohnehin sozialraumschwachen Neuköllner Norden zusätzliche soziale Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Die leerstehenden Flächen im ehemaligen Karstadt-Gebäude am Hermannplatz sollen hierfür geprüft werden.
„Zwei Bezirke, ein Ziel: Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln setzen sich gemeinsam beim Senat dafür ein, dass in direkter Nähe zu den beiden neuen Geflüchtetenunterkünften auch Orte für Begegnung, Freizeit und Jugend entstehen. Das ist eine echte Chance für die ganze Nachbarschaft, denn davon profitieren auch die Kinder und Jugendlichen, die bereits im Kiez leben. Jetzt ist der Senat am Zug – es braucht schnell Antworten auf die dringenden Bedarfe vor Ort.“
– Beate Bruker, Vorsitzende der Grünen Fraktion Neukölln und Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss
Mitreden beim Krisenschutz: Kinder & Jugendliche einbeziehen (Drucksache 2246/XXI)
Kriseninformationen des Bezirks sollen künftig gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendparlament entwickelt werden. Der in der BVV beschlossene Antrag der Grünen Fraktion Neukölln macht sich dafür stark, dass Kinder- und Jugendperspektiven bei der Entwicklung von Krisen- und Katastrophenschutzinformation konsequent mitgedacht und bei der Umsetzung berücksichtigt werden.
„Im Katastrophenfall müssen nicht nur Erwachsene wissen, wo sich der nächste Kat-Leuchtturm befindet. Kinder und Jugendliche müssen genauso informiert werden und Bescheid wissen, wo welche Hilfe bereitsteht. Damit das zielgruppengerecht gelingt, ist der konsequente Einbezug der Kinderperspektive wichtig. Das Kinder- und Jugendparlament kann hier eine wichtige Brücke sein.“
– Beate Bruker, Vorsitzende der Grünen Fraktion Neukölln und Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss
Häuser am Herrfurthplatz zum Höchstpreis verkauft – statt in gemeinwohlorientierte Hände vererbt (Drucksache 2262/XXI)
Die Häuser Herrfurthplatz 7 sowie Herrfurthstraße 24/25 gingen auf den Wunsch der alten Besitzerin nach ihrem Tod an die Carl-Heinz-und-Helga-Kliemann-Stiftung über. Dabei handelt es sich um eine unselbstständige Stiftung, deren Träger die öffentlich-rechtliche Stiftung Stadtmuseum Berlin ist. Jetzt wurde der Häuserblock verkauft.
„Warum wird ein Wohnhaus mit über 100 Bewohner*innen an den Höchstbietenden verkauft, obwohl es in gemeinwohlorientierte Hände kommen sollte? Die zuständige Kultursenatorin hätte eingreifen müssen, damit die Mieter*innen weiter ein bezahlbares Zuhause haben. Mit dem neu besetzten Stiftungsrat gibt es jetzt die Chance zur Korrektur – wir erwarten, dass der Fall umgehend auf die Tagesordnung kommt.“
– Tjado Stemmermann, stellv. Vorsitzender der Grünen Fraktion Neukölln

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