Der Müll muss weg

Andreas Audretsch, Mitglied des Bundestages. Foto: Maria Svidryk

Alltag in Neukölln: Kinder verletzen sich an Glasscherben, alte Matratzen verrotten im Gebüsch, Eichhörnchen vergiften sich an Zigarettenstummeln. In Berlin landen täglich ca. 460.000 Einweg-Kaffeebecher im Müll oder auf der Straße. Plastik zerfällt, bleibt über viele Jahre in Böden und Seen und zerstört unsere Natur. Und für all das zahlen wir auch noch viel Geld – allein 2025 hat Berlin über 13 Millionen Euro zur Beseitigung von illegalem Müll bezahlt.

Die Müll-Flut zu begrenzen ist eine Frage der Gerechtigkeit. Gerade Familien mit geringem Einkommen und kleinen Wohnungen brauchen saubere Straßen und Parks. Genau hier wollen wir einen Schwerpunkt setzen. Der Müll in Neukölln muss weg.

Wir wollen grundsätzlich umsteuern:

  1. Kostenlose Sperrmüllabholung einmal im Jahr für jeden Haushalt ist die Voraussetzung dafür, dass Sofas oder Reifen nicht auf der Straße landen.
  2. Mehr Reinigung durch die Berliner Stadtreinigung, auch in öffentlichen Parks und auf Spielplätzen. Auch Hotspots wie Supermarktparkplätze sollen schnell gereinigt werden.
  3. Verpackungsmüll reduzieren durch eine Verpackungssteuer – weniger Plastik und Einnahmen von ca. 40 Mio. Euro, die wir wieder in die Sauberkeit investieren wollen.
  4. Engagement stärken durch eine einfache Plattform zur Vernetzung von „Clean-Up-Initiativen“ in ganz Berlin. So können immer mehr Menschen freiwillig Verantwortung für „ihr Stück Berlin“ übernehmen.

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