Protestaktion am Jahn-Denkmal 06. März

Gemeinsame Pressemitteilung der Grünen Fraktion Neukölln, der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln

Turnvater, Nationalist, Antifeminist — Protest am Jahn-Denkmal

Während antifeministische Stimmen lauter werden und Gewalt gegen Frauen zunimmt, steht mit dem Jahn-Denkmal weiterhin ein Symbol für Ausgrenzung und Frauenfeindlichkeit im öffentlichen Raum. Aus unserer Sicht ist diese Ehrung weder zeitgemäß noch passt sie in ein offenes Neukölln.

Mit einer Protestaktion gegen das Jahn-Denkmal stoßen wir vor dem Internationalen Frauentag eine Debatte über moderne Vorbilder einerseits und die Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen und Mädchen andererseits an.

​„Jahn steht für ein überholtes Männerbild, das auf Dominanz, Überlegenheitsdenken und Ausgrenzung basiert. Gerade heute, wo Antifeminismus und Gewalt gegen Frauen und marginalisierte Gruppen zunehmen, brauchen wir Vorbilder für Jungen und Männer, die Gleichberechtigung, Respekt und Vielfalt verkörpern. Moderne Männer sind Feministen.“
— Werner Graf, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

„Jahn vertrat antisemitische und nationalistische Positionen und schloss Frauen bewusst von seiner Turnbewegung aus. Sein Denkmal steht für ein Denken, das Frauen aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Dem stellen wir mit Rosl Persson eine Alternative entgegen. Wir wollen symbolisch zeigen, dass Frauen und Mädchen ein Recht auf Sichtbarkeit und Teilhabe haben. Gerade heute, wo antifeministische Kräfte Gleichstellung zurückdrehen und Frauen aus dem öffentlichen Raum in die Rolle der Mutter und Hausfrau zurückdrängen wollen, setzen wir ein klares, feministisches Zeichen.“
— Bahar Haghanipour, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

„Nicht nur in der Hasenheide sollte Jahn vom Sockel gestoßen werden, denn auch an anderen Orten in Neukölln wird er noch unkritisch geehrt. Das muss sich ändern! Wir haben im Februar als Grüne Fraktion Neukölln den Antrag zur Umbenennung der Jahn-Sporthalle am Columbiadamm gestellt. Unser Vorschlag: Rosl-Persson-Sporthalle. Es ist höchste Zeit für neue, emanzipative Vorbilder, die für Gleichberechtigung und demokratische Werte stehen. Sie sollen im Bezirk für die Neuköllner*innen sichtbar gemacht werden.”
— Daniela Wannemacher, Grüne Spitzenkandidatin für das Bezirksamt Neukölln und Kathy Herrmann Aguero, sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Neukölln

Vor Ort vorgestellt wird als Alternative die Artistin und Turnerin Rosl Persson, die sich ihr Leben lang für die Teilhabe von Frauen und Mädchen im Sport eingesetzt hat. Außerdem präsentieren wir den Sticker: „Sockel frei, für neue Ideen“ der Arbeitsgruppe Feminismus aus dem Kreisverband.

Termin
Wann: 06. März 2026 | 11:00 Uhr
Wo: Jahn-Denkmal in der Hasenheide | Hasenheide 106, 12049 Berlin

Mit:

  • Werner Graf, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat Bündnis 90/Die Grünen Berlin
  • Bahar Haghanipour, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin und Direktkandidatin Nord-Neukölln, Wahlkreis 2
  • Daniela Wannemacher, Grüne Spitzenkandidatin für das Bezirksamt Neukölln
  • Kathy Herrmann Aguero, sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Neukölln
  • Claudia Buchner und Ljuba Böttger, Netzwerk Frauen in Neukölln

Presseanfragen an die Grüne Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Laila Hounkonnou
Mitarbeiterin bei Bahar Haghanipour, MdA
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstraße 5 | 10117 Berlin
T +49 (0)30 2325-2476
buero4.haghanipour@gruene-fraktion.berlin

Presseanfragen an die Grüne Fraktion Neukölln
Constanze Altmann
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Neukölln
Karl-Marx-Str. 83 | 12040 Berlin
T +49 (0)157 – 369 800 73
constanze.altmann@gruene-neukoelln.de

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